
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat die Ergebnisse einer von ihr in Auftrag gegebenen Untersuchung veröffentlicht, die den Anteil regulierter Online-Glücksspielaktivitäten in Deutschland auf 77 Prozent beziffert, während 22,97 Prozent des Marktvolumens auf nicht lizenzierte Betreiber entfallen. Diese Zahlen bieten die aktuellste offizielle Einschätzung zur Kanalisierung unter dem GlüStV 2021 und zeigen, wie sich der Markt seit Inkrafttreten des Staatsvertrags entwickelt hat.
Die Studie wurde von der GGL beauftragt, um ein präzises Bild der Verteilung zwischen lizenzierten und illegalen Anbietern zu erhalten, wobei Experten Marktdaten, Transaktionsvolumina und Nutzerverhalten analysierten. Forscher ermittelten den regulierten Anteil anhand von Lizenzdaten und Vergleichen mit Gesamtmarktstatistiken, während der schwarze Markt über indirekte Indikatoren wie Zahlungsströme und nicht autorisierte Plattformen erfasst wurde. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der GlüStV 2021 bereits eine spürbare Verschiebung hin zu kontrollierten Angeboten bewirkt hat, obwohl weiterhin ein relevanter Teil der Aktivitäten außerhalb der Aufsicht stattfindet.
Seit der Einführung des neuen Staatsvertrags hat sich der Anteil regulierter Anbieter kontinuierlich erhöht, da klare Lizenzvergaben und technische Vorgaben wie verpflichtende Identitätsprüfungen die Attraktivität legaler Plattformen steigerten. Beobachter stellen fest, dass Spieler zunehmend auf lizenzierte Seiten ausweichen, weil diese durch Transparenz bei Auszahlungen und Sicherheitsstandards überzeugen, während unregulierte Anbieter oft mit höheren Risiken verbunden sind. Die aktuellen 77 Prozent illustrieren diesen Trend, der durch behördliche Maßnahmen wie die Sperrdatei und Limits für Einzahlungen weiter unterstützt wird.
Die Verteilung zeigt, dass der regulierte Markt das Gros der Aktivitäten bindet, was Steuereinnahmen und Verbraucherschutz stärkt, während der schwarze Markt trotz Rückgangs weiterhin Risiken birgt. Daten aus der Studie deuten darauf hin, dass weitere Anpassungen wie verschärfte Kontrollen ab 2026 den Anteil nicht autorisierter Angebote zusätzlich reduzieren könnten, da technische und rechtliche Hürden für illegale Betreiber steigen. Behörden prüfen derzeit, wie gezielte Informationskampagnen und verbesserte Meldesysteme die Kanalisierung bis Mai 2026 noch effektiver gestalten lassen.

Interessant ist, dass der verbleibende Anteil von 22,97 Prozent vor allem in Bereichen wie Sportwetten und Casino-Spielen ohne deutsche Lizenz auftritt, wo Nutzer manchmal auf internationale Plattformen zurückgreifen. Die GGL arbeitet daran, diese Lücken durch engere Kooperationen mit Zahlungsdienstleistern und internationale Absprachen zu schließen, was langfristig zu einer noch höheren Regulierungsquote führen dürfte.
Der GlüStV 2021 bildet die rechtliche Basis, unter der Lizenzen vergeben und Überwachungsinstrumente wie das Spielersperrsystem implementiert wurden, wodurch der Markt stabiler und transparenter wurde. Studien belegen, dass solche Rahmenbedingungen das Vertrauen der Nutzer in legale Angebote fördern und gleichzeitig den Schwarzmarkt eindämmen. Die GGL betont, dass kontinuierliche Evaluierungen notwendig sind, um auf Veränderungen im Nutzerverhalten zu reagieren und die Quote regulierter Aktivitäten weiter anzuheben.
Die von der GGL vorgestellten Zahlen liefern eine fundierte Grundlage für die Bewertung des deutschen Online-Glücksspielmarktes und unterstreichen den Erfolg der bisherigen Regulierungsbemühungen, während sie gleichzeitig den Handlungsbedarf im Umgang mit dem verbleibenden Schwarzmarktanteil aufzeigen. Weitere Entwicklungen bis 2026 werden zeigen, ob zusätzliche Schritte die Kanalisierung auf ein noch höheres Niveau bringen können.